Es ist eine lange Tradition: Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, wird zum Licht-Test aufgerufen. Autofahrerinnen und Autofahrer können dabei ihre Beleuchtung in Werkstätten und Prüfstationen kostenfrei testen lassen. Für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr werden dieses Jahr in NRW erstmals auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aufgerufen, jetzt einen Licht-Test zu machen. Dafür werben gemeinsam die Landesverkehrswacht NRW, der Verband des Kfz-Gewerbes NRW, DEKRA, der TÜV Rheinland und der ADAC in NRW. Unterstützt wird der Licht-Test von Innenminister Herbert Reul, der bei der Auftaktveranstaltung an einer DEKRA Station in Essen dabei war.
„Sicherheit im Straßenverkehr beginnt damit, dass niemand im Dunkeln bleibt. Wer andere rechtzeitig sieht und selbst gut gesehen wird, schützt sich und andere. Deshalb ist der Licht-Test an Auto und Fahrrad ein kleiner Check mit großer Wirkung für mehr Sicherheit auf unseren Straßen“, so Innenminister Herbert Reul.
„Wenn die Tage kürzer werden und mehr Fahrten bei schlechten Lichtverhältnissen stattfinden, kommt der Fahrzeugbeleuchtung eine noch größere Bedeutung zu. Höchste Zeit also die Beleuchtung zu prüfen und gegebenenfalls in Ordnung zu bringen“, so Jörg Zganiatz, Leiter Unfallanalytik der DEKRA-Niederlassung Essen.
„Mehr als jedes vierte Kraftfahrzeug ist in Deutschland mit einer mangelhaften Beleuchtung unterwegs. Gerade in der dunklen Jahreszeit kann das zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko werden. Deshalb führen die Kfz-Meisterbetriebe im Rahmen des Licht-Tests die Sichtprüfung der Fahrzeugbeleuchtung kostenlos durch“, sagt Jürgen Kroos, Mitglied des Vorstands von KFZ-NRW und Präsident der Handwerkskammer Münster.
Beim Licht-Test werden in den teilnehmenden Kfz-Werkstätten neun Prüfpunkte auf ihre Funktion und die korrekte Einstellung kontrolliert. Kleinere Mängel können häufig direkt behoben werden. Kosten entstehen lediglich für benötigte Ersatzteile sowie für weitergehende Diagnose- und Reparaturarbeiten – etwa bei modernen, komplexen Lichtsystemen.
„Die richtige Beleuchtung sorgt für Sicherheit – im Auto genauso wie auf dem Fahrrad. Wer mit dem Rad unterwegs ist, muss gerade in der dunklen Jahreszeit für andere gut und frühzeitig zu sehen sein. Gleichzeitig darf die eigene Beleuchtung den Gegenverkehr nicht blenden. Deshalb kommt es nicht nur darauf an, dass Scheinwerfer und Leuchten funktionieren, sondern auch auf die richtige Einstellung und Ausrichtung. Mit dem Licht-Test nehmen wir bewusst Auto und Fahrrad in den Blick und tragen so zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden in NRW bei“, betont Bernd Op't Eynde, Ausschuss Verkehr und Technik des ADAC Nordrhein e.V..
Marco Hamann, Regional Business Field Manager vom TÜV Rheinland, unterstreicht, wie wichtig der Licht-Test ist: „Unsere Hauptuntersuchungen zeigen, dass defekte Leuchten und falsch eingestellte Scheinwerfer zu den häufigsten technischen Mängeln gehören. Gerade bei Dunkelheit, Regen oder Nebel müssen sich Autofahrer aber darauf verlassen können, dass ihre eigene Beleuchtung, aber auch die der anderen Verkehrsteilnehmer, zuverlässig funktioniert. Wer jetzt zu Beginn des Herbstes seine Beleuchtung überprüfen lässt, sorgt mit wenig Aufwand für mehr Sicherheit auf der Straße.“
„Neben der intakten Beleuchtung an Fahrzeugen gehört natürlich auch dazu, dass sich alle am Straßenverkehr Teilnehmenden sichtbar machen“, spricht Maria Brendel-Sperling, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, ein weiteres wichtiges Thema mit Blick auf die Sicherheit im Straßenverkehr an. Die Auswahl an reflektierender Kleidung und Accessoires sei inzwischen so groß, dass es keine Ausrede mehr gebe, diese nicht zu tragen.



